Manchmal stößt man auf ein Video, das genau das in Worte fasst, was man selbst predigt. So ging es uns mit einem Interview von Daniel Jung mit Prof. Dr. Christian Bauckhage – Professor für Informatik an der Universität Bonn, Lead Scientist für Maschinelles Lernen am Fraunhofer IAIS und Co-Direktor des Lamarr-Instituts. Die beiden hatten sich schon 2019 über KI und die Zukunft der Arbeit unterhalten, damals lag die generative KI-Revolution noch vor uns. Jetzt ziehen sie Bilanz: Was hat sich wirklich verändert?
Worum es in dem Vortrag geht
Bauckhage ordnet zunächst nüchtern ein, wo Systeme wie ChatGPT heute stehen – irgendwo zwischen schwacher und starker KI, mit beeindruckenden Fähigkeiten, aber ohne echtes Verständnis. Sein zentraler Punkt: Reine Rechenleistung und immer mehr Trainingsdaten allein reichen nicht. Die spannenderen Fortschritte passieren dort, wo Methoden kombiniert werden – hybride, erklärbare KI, die nachvollziehbar bleibt, statt als Blackbox einfach nur Ergebnisse auszuspucken.
Besonders anschaulich wird es, wenn er von konkreten Projekten erzählt, etwa im Bereich Wirtschaftsprüfung und Steuerfahndung, unter anderem mit PwC und dem Landesamt für Besoldung und Finanzen NRW. Dort zeigt sich: KI liefert erst dann verlässliche Ergebnisse, wenn die zugrunde liegenden Daten und Dokumente strukturiert, sauber erschlossen und in guter Qualität vorliegen. Genau das ist in der Praxis oft die eigentliche Hürde – nicht das Modell, sondern die Datenbasis darunter.
Weitere Themen des Gesprächs: wie viel Mathematik tatsächlich in der KI steckt, die wir täglich nutzen, ein anschaulicher Ausflug zu Hopfield-Netzen als Brücke zum Quantencomputing, die Frage der europäischen KI-Souveränität (Stichwort OpenGPT-X und eigene Infrastruktur statt Abhängigkeit von wenigen großen Anbietern) sowie ein Blick auf KI in Schule und Hochschule und was man trotz KI weiterhin „von Hand" beherrschen sollte.
Warum uns das bestätigt
Genau das ist der Punkt, den wir unseren Kunden mit auf den Weg geben: KI ist immer nur so gut wie die Datengrundlage, auf der sie arbeitet. Wer seine Dokumente und Informationen nicht strukturiert ablegt, bekommt auch von der besten KI keine verlässlichen Antworten. Genau deshalb steht bei uns Dokumentenmanagement mit DOCBOX® nicht neben dem Thema KI, sondern davor – als Fundament.
Auch der Aspekt der Souveränität passt zu unserer Haltung: Wir setzen bewusst auf lokale, DSGVO-konforme Verarbeitung statt auf blinde Abhängigkeit von großen Cloud-Anbietern – für uns selbst genauso wie für unsere Kunden. Wenn ein führender KI-Forscher wie Bauckhage genau diese Punkte – saubere Daten, Nachvollziehbarkeit, europäische Unabhängigkeit – als die eigentlich entscheidenden Stellschrauben benennt, ist das für uns schlicht Bestätigung von fachkundiger Seite. Deshalb der Titel dieses Beitrags: Wasser auf unsere Mühle.
Quelle
„Prof. Dr. Christian Bauckhage (Fraunhofer IAIS): KI – Wir haben noch gar nichts gesehen!" – ein Gespräch aus der Interview-Reihe „Daniel Jung lädt ein" auf YouTube. Diesen Vortrag können wir nur empfehlen.
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